Time to say good bye


(23. Apr. 2013) Fred Müller, Landesjugendleiter NRW, jetzt: a. D., bedankt sich und sagt ade.

Am Samstag, 13.04.2013 wurde in Bochum beim 31. Landesjugendausschuss der THW-Jugend NRW e.V. eine neue Landesjugendleitung gewählt.
Ich habe mich, wie viele ja schon im Vorfeld wussten, aus persönlichen und beruflichen Gründen nicht zur Wiederwahl gestellt.

12 Jahre war ich nun im Vorstand der THW-Jugend NRW tätig, davon 6 Jahre als Landesjugendleiter. Eine lange Zeit, in der wir gemeinsam einiges bewegt und verändert haben. Hier aus meiner Sicht die Highlights:

Zum Beginn meiner Zeit im Vorstand beschäftigten wir uns sehr intensiv mit dem Thema Transportmittel für die Jugendgruppen. Heute ist in jedem OV ein MTW Jugend vorhanden, der Weg dahin war ein nicht ganz einfacher. Galt es doch zu Beginn Prioritätenlisten zu erstellen und gemeinsam mit dem LV die Beschaffung anzugehen. Heute ist in jedem OV ein Jugendfahrzeug vorhanden.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Bekleidung der Junghelferinnen und Junghelfer. Gab es früher nur "mausgraue" Baumwollbekleidung, gibt es seit 2003 eine an den THW Einsatzanzug angepasste Jugendbekleidung.

Auch hier gab es einige Steine aus dem Weg zu räumen, damit möglichst viele Junghelferinnen und Junghelfer in einem Schritt die neue Bekleidung bekamen. Heute beschäftigen wir uns in diesem Zusammenhang eher mit Themen wie: Lieferschwierigkeiten von Helmen, welche Handschuhe bekommt der Junghelfer, oder auch warum das Basecap nicht mehr zur Ausstattung gehört.

Eine weitere, grundlegende Änderung haben wir im Jahr 2002 beschlossen und ab 2003 umgesetzt. Das Landesjugendlager findet seitdem alle 2 Jahre für eine ganze Woche und nicht mehr nur über ein (langes) Wochenende statt. Seit 2003 haben sich die Teilnehmerzahlen an den Landesjugendlagern kontinuierlich erhöht. Für mich ein Zeichne dafür, dass diese Umsetzung gut und richtig war. Mittlerweile hat sich ein tolles Team gefunden, welches die Zeltlager mit viel Elan und Spaß organisiert und durchführt. Hierfür möchte ich mich an dieser Stelle einmal herzlich bedanken.

Im Zusammenhang mit der Änderung der Lagerhäufigkeit wurde damals auch beschlossen, vor den Landesjugendwettkämpfen Vorausscheide in Form von Bezirkswettkämpfen durchzuführen. Immer mehr Jugendgruppen hatten sich zuvor zum Landeswettkampf angemeldet und ein Wettkampf mit mehr als 30 Wettkampfmannschaften war nicht mehr durchführbar.

Im Jahr 2005 haben wir als THW-Jugend NRW dann für die THW-Jugend e.V. und das THW beim Weltjugendtag das Projekt "Mosaikbau" durchgeführt. Die THW-Jugend war und ist bisher die einzige nicht konfessionelle Organisation, die sich mit einem Projekt am Weltjugendtag beteiligen durfte. Ein Großprojekt, bedenkt man, dass die Planungen bereits 2 Jahre zuvor begonnen hatten und Vertreter aus allen Landesjugenden zu gewinnen waren.
Aber auch dieses Projekt haben wir gemeinsam zum Erfolg geführt, auch wenn es so manche Diskussion und schlaflose Nacht gab.

Auch strukturell hat sich in den letzten Jahren einiges bei der THW-Jugend NRW verändert. Gab es früher sogenannte Regierungsbezirksbetreuer, also Gewählte Jugendvertreter aus den Regierungsbezirken, so haben wir uns 2007 an die THW Struktur angepasst. Seitdem gibt es in jedem GFB einen Bezirksjugendleiter als gewählten Vertreter der Jugend.

Ein Schritt, der im Vorfeld im Vorstand lang und kontrovers diskutiert wurde. Denn durch die Einführung der Bezirksjugendleiter erhöhte sich schlagartig die Zahl der Vorstandsmitglieder.

Es hat sich jedoch gezeigt, dass diese Anpassung eine deutliche Verbesserung in der Zusammenarbeit mit den Geschäftsstellen und den Jugendgruppen gebracht hat.

Im Jahr 2012 stand ein weiterer struktureller Wechsel an. Die THW-Jugend NRW ist seit dem ein eingetragener Verein (e.V.). Ein Schritt, der mit der Änderung der Bundessatzung nötig wurde. Auch an der Änderung der Bundessatzung haben wir tatkräftig mitgewirkt haben.

Ebenfalls im Jahr 2012 wurde das Leistungsabzeichen der THW-Jugend und des THW eingeführt. Hier haben wir uns am Gestaltungsprozess, der sich über mehrere Jahre hingezogen hat beteiligt und unsere Meinungen und Sichtweisen einfließen lassen.

Natürlich darf unser Schulungszentrum (SchulZe) in Gelsenkirchen nicht vergessen werden. Im Jahr 2004 wurde es feierlich eröffnet und erste Seminare wurden durchgeführt. In den letzten Jahren haben wir es mit erheblichem finanziellem und persönlichem Engagement renoviert und modernisiert. Heute haben wir zwei Badezimmer, zwei Seminarräume, einen Aufenthaltsraum und in Kürze auch eine eigene Küche. Das SchulZe ist zu einem festen Bestandteil der THW-Jugend NRW geworden und wird sowohl für Seminare als auch von Jugendgruppen und GSt gerne genutzt.

In den 6 Jahren als Landesjugendleiter war es immer mein Bestreben, die besten Entscheidungen für die Jugend (und für das THW) zu treffen und partnerschaftlich zusammen zu arbeiten. Es wurde immer fair und sachlich diskutiert und unsere Vorschläge fielen oft auf fruchtbaren Boden. Auch wenn die Umsetzung manchmal auch etwas länger dauerte. Aber das ist zu einem großen Teil der Behördenstruktur des THW geschuldet.

Abschließend möchte ich mich bei allen die mich in den 12 Jahren begleitet und mit mir zusammengearbeitet haben, egal ob hauptamtlich oder ehrenamtlich bedanken. Ich empfand die Zusammenarbeit immer als gut und konstruktiv, auch wenn unterschiedliche Meinungen aufeinander stießen. Sollte ich in den 12 Jahren jemandem auf die Füße getreten sein, so bitte ich nachträglich um Verzeihung.

Besonders bedanken möchte ich mich aber bei meinen Stellvertretern und den Mitgliedern des Vorstandes, die in die Bresche gesprungen sind als ich aus gesundheitlichen Gründen ausgefallen bin.

Auch wenn ich nicht mehr in Amt und Würden bin, so werde ich doch dem THW und der THW-Jugend NRW verbunden bleiben und bin davon überzeugt, dass man sich bei der einen oder anderen Gelegenheit wieder trifft.

Meinen Nachfolgern wünsche ich für ihre Arbeit alles Gute, viel Spaß, viel Erfolg und für die harten Zeiten (mögen Sie euch erspart bleiben) viel Durchhaltevermögen.

Schönen Gruß

Fred Müller

Die Landesvereinigung NRW e.V. bedankt sich nochmals bei Fred Müller. Fred, man sieht sich immer mehrfach...

Der neuen Landesjugendleitung toi,toi,toi und viel Erfolg!

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