Zu früher Stunde am 22. Februar 2018 hat das "MdB-Frühstück" im Reichstag in Berlin stattgefunden. Zu dieser wichtigen Veranstaltung wurden alle Mitglieder des Bundestages eingeladen.

Wir von der THW-Landesvereinigung NRW haben diese Gelegenheit genutzt, um mit unseren NRW-Abgeordneten intensive und gute Gespräche zu führen. Dabei wurden für das THW wichtige Botschaften kommuniziert: 

  1. THW-Rahmenkonzept:
    Das THW muss den geänderten Bedrohungslagen (Unwetter, Störungen der kritischen Infrastruktur, Terror) angepasst werden. Diese Anpassung erfolgt mit der schrittweisen Umsetzung des THW-Rahmenkonzeptes, was zusätzliche Haushaltsmittel zwingend erfordert.

      2. Gesetzlicher Rahmen:
Die gesetzliche Aufgabenbeschreibung des THW ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit, weil sich die Bedrohungslage geändert hat, weil Abrechnungsmodalitäten vereinfacht werden sollen und weil die Mitwirkung des Ehrenamts verbessert werden soll. Daher müssen das THW-Gesetz und das ZSKG überarbeitet werden.

Neben diesen beiden Kernbotschaften wurden auch Hintergrundinformationen mit weiteren Botschaften an die Abgeordneten weitergegeben:

Das THW ist das Multitalent des Bundes:

2017 hat das THW rund 9,1 Millionen Dienststunden bei Einsätzen, Ausbildungen, Übungen und bei der Jugendarbeit geleistet.  Kernaufgabe des THW sind Einsätze, z.B. im Rahmen der örtlichen Gefahrenabwehr, nach Unwettern oder zur Unterstützung des G20-Gipfels. Beispiele für Auslandseinsätze sind die Unterstützung der Friedensmission der UN in Kolumbien, der Aufbau freiwilliger Einheiten in Tunesien (seit 2013) und Jordanien (seit 2016) sowie die Flüchtlingshilfe im IRAK (seit 2013). 

BOTSCHAFT: Das THW ist geschätzter, vielseitiger Akteur und Botschafter im In- und Ausland. 

Das THW leistet gesellschaftliche Beiträge:

Ehrenamtliches Engagement ist die Basis des Zivil- und Katastrophenschutzes in Deutschland. Die Ehrenamtlichen engagieren sich für diese Aufgaben. Freiwillige erhalten keinen Lohn, sie erwarten jedoch die Anerkennung ihrer Leistungen.  Beim THW sind Menschen aus allen Teilen der Bevölkerung willkommen: Ältere und Junge, Männer und Frauen, Menschen mit verschiedenen Berufen und aus unterschiedlichem sozialem Umfeld. Das THW lebt von den vielen Talenten und Qualifikationen. Das THW wirbt auch bei Flüchtlingen. Dies ist sowohl ein Beitrag zur Integration in Deutschland als auch eine „Brücke“ bei Rückkehr in ihre Heimat.  Das THW bietet Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 17 Jahren ein gutes Betätigungsfeld, auch zur Vorbereitung auf die Mitwirkung im Bevölkerungsschutz als Erwachsener. 

BOTSCHAFT: Das THW bietet „Brücken“ zur beruflichen Ausbildung und vermittelt gesellschaftliche Werte.

Das THW in Zeiten des demographischen Wandels

Die individuelle Lebensführung verändert sich. Familiäre und berufliche Verpflichtungen lassen weniger Raum für kontinuierliches, ehrenamtliches Engagement.  Hemmnisse bei der Freistellung werden durch Gespräche mit Arbeitgebern und Verbänden abgebaut. Ehrenamtliches Engagement ist zugleich Kompetenzgewinn in unterschiedlichen Disziplinen.

BOTSCHAFT: Bund, Länder und Kommunen müssen die Attraktivität für freiwilliges Engagement im Bevölkerungsschutz fördern, z.B. durch Vergünstigungen im ÖPNV oder mit Berücksichtigung bei der Rente.

Zusätzliche Haushaltsmittel und Stellen

Aufgrund mehrerer Entscheidungen des Deutschen Bundestages hat das THW in den letzten Jahres immer wieder zusätzliche Haushaltsmittel und Stellen erhalten: Das ermöglicht dringende Investitionen im Bereich der Ausstattung und der Liegenschaften. Engpässe werden nach und nach beseitigt. Der Aufwuchs im Hauptamt entlastet die Ehrenamtlichen von Verwaltungs- und Prüfaufgaben.

BOTSCHAFT: Vielen Dank für die Unterstützung der Forderungen des THW.  Für die Umsetzung des THW-Rahmenkonzeptes und für Maßnahmen zur Stärkung des ehrenamtlichen Engagements ist ein weiterer Aufwuchs an Sachmitteln und Personal erforderlich.  

Was kann jeder MdB für das THW tun?

Willkommen sind Besuche bei den Ortsverbänden im Wahlkreis sowie die Unterstützung beim Aufbau eines regionalen „Blaulicht-Netzwerkes“. Auch öffentlicher Dank für ehrenamtsfreundliche Betriebe ist ein positiver Impuls. 

BOTSCHAFT: Kontakte mit THW-Ortsverbänden sind willkommen. 

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