THW entsendet Voraus- und SEEWA-Team


Nach den schweren Erdbeben in Nepal mit mehr als 7.300 Toten, vielen tausend Verletzten und etwa 8 Millionen Betroffenen hat das Technische Hilfswerk (THW) im Auftrag der Bundesregierung zunächst ein Vorausteam nach Kathmandu entsandt. Aufgabe dieses Teams ist die Unterstützung der Deutschen Botschaft bei der Koordinierung und Lageerkundung sowie die Vorbereitung des Einsatzes. Weitere Einsatzkräfte der Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland (SEEWA) sind zwischnzeitlich im Einsatzgebiet angekommen. Sie werden zunächst die Lage vor Ort erkunden und mögliche Einsatzorte inklusive Wasserentnahmestellen identifizieren.

„Das Erdbeben in Nepal, das so viele Tote verursacht hat, ist eine schlimme Katastrophe. Die internationale Gemeinschaft muss die Region jetzt unterstützen.
Das Ausmaß ist nahezu unvorstellbar. Mehr als 191.000 Häuser sind zerstört, 175.000 Häuser teilweise beschädigt. 4,2 Millionen Menschen brauchen Wasser, Sanitäranlagen und hygiene- Unterstützung. 
Selbstverständlich wird sich auch das THW schnell und unbürokratisch an der Unterstützungsmission beteiligen. Ich danke den THW-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern, wünsche ihnen viel Kraft und Erfolg. Mein Dank gilt auch den Arbeitgebern, die sie für diese wichtige Aufgabe freistellen“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière anlässlich des Abfluges des THW-Teams.

Das erforderliche Spezialgerät für die Trinkwasseraufbereitung – zwei Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) samt dazugehörigem Labor – sowie Camp-Ausstattung zur eigenen Unterbringungen und zur Unterstützung der Botschaft wird mit einem Hilfsflug des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) nachgeführt.

Nach schweren Erdbeben wie etwa in der Region um die nepalesische Hauptstadt Kathmandu spielt neben der Rettung und Bergung der Opfer die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser eine wichtige Rolle. Sauberes Wasser ist nicht nur das wichtigste Lebensmittel überhaupt, sondern wird auch zur Behandlung verletzter Menschen benötigt. Mit den beiden TWA kann das Team stündlich bis zu 10.000 Liter frisches Trinkwasser nach WHO-Standards produzieren. Die Qualität des aufbereiteten Wassers wird dabei ständig in dem mitgeführten Labor geprüft.

Übrigens:
Wer das THW unsd seinen Einsatz in NEPAL unterstützen möchte, kann das über die THW- Bundesvereinigung und die THW- Stiftung tun. Selbstverständlich leitet auch die THW- Landesvereinigungung NRW solche zweckgebundenen Spenden gerne weiter.

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