Dr. hc. Johannes Gerster, geb. 2. Januar 1941, verstab am 21. August 2021in Mainz war ein ein aktiver Streiter in und für die Helfervereinigungen im THW und für das ganze Technische Hilfswerk.

Er war Mitglied des Deutschen Bundestagesund des Landtages Rheinland- Pfalz bis 2010 war er Präsident der Deutsch- Israelischen Gesellschaft.

 Johannes Gerster engagierte sich seit Ende der 1970er Jahre unermüdlich für das THW. Er gilt als einer der Gründerväter der „Vereinigung der Helfer und Förderer des Technischen Hilfswerkes“, die am 15. Mai 1980 in Gelsenkirchen gegründet wurde (heute: THW-Bundesvereinigung).

Zu dieser Zeit wurde ihm immer deutlicher, dass das THW eine neue Organisationstruktur, eine bessere, zeitgerechte Ausstattung für die sich erweiterden Aufgaben braucht. 

Von 1989 bis 1994 war er Vorsitzender der THW-Bundesvereinigung.
Eines seiner Ziele war, das Ansehen des THW in der Öffentlichkeit zu verbessern, und die Ausstattung den Erfordernissen anzupassen. Zu seinen größten Erfolgen zählt die Verabschiedung des THW-Helfergesetzes und die Verselbstständigung des THW als eigenständige Behörde.

Bereits 1986 (er war noch stellvertretender Vorsitzender der Helfervereinigung auf Bundesebene), hat er dafür gekämpft, das diese eine „institutionelle Förderung“ auf Bundesebene bekam, um finanziell unabhängig zu werden.

Und er kämpfte erfolgreich dafür, dass die Bundesanstalt selbständig wurde (im Januar 1993 tatsächlich umgesetzt), und dass sie ausreichende finanzielle Mittel zur Aufgabenerfüllung bekam.

Er war ein wahnsinnig krativer Mann, der für die Sorgen und Nöte (nicht nur) der THW- Kameraden immer ein offenes Ohr hatte.

Nachdem das THW 2002 eine „Präsidiale- Behörde“ wurde, wurde Johannes, der Ehrenvorsitzende, „Ehrenpräsident“ der THW - Bundesvereinigung.
Und obwohl er in der Zwischenzeit , er bemühte sich vergeblich 1996 Ministerpräsident in Rheinland- Pfalz zu werden und wurde 2006 Präsident der Deutsch- Israelischen Gesellschaft
mit Sitz in Jerusalem, zeitweise sehr weit weg war, war er für „sein“ THW immer erreichbar.
Und er hatte Humor.
Unvergessen sind die zahlreichen Sitzung mit Ihm.
Immer heiter aber immer geradeaus und immer zielstrebig. Aber er konnte zuhören.
Auch in der Zeit seiner Pension war er als Berater und Helfer für die Helfervereinigung stets ansprechbar.
Zu uns Nordrhein- Westfalen hatte er ein besonderes Verhältnis, was unzweifelhaft an den handelnden Personen in NRW lag, die mit ihm gemeinsam viel „gekämft“ haben
Johannes, Danke! Wir werden Dich nicht vergessen!

 

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